Frau Dr. Gisela Eberlein

Frau Dr. Gisela Eberlein (1915-1992) arbeitete seit 1950 als praktische Ärztin in Leverkusen.

Sie engagierte sich aktiv als Vorkämpferin für bürger- und praxisnahe Gesundheitsvorsorge, wobei sie für das Autogene Training eine Schlüsselrolle in der Gesundheitsvorsorge einnahm.

Seit den 50er Jahren vermittelte sie dieses konzentrative Selbstentspannungsverfahren in Form von Vorträgen, Seminaren und Kursen einer breiten Öffentlichkeit.

Schon 1960 wurde Frau Dr. Eberlein mit dem ersten Hufelandpreis für gesundheitserzieherische Arbeit ausgezeichnet.

1968 gründete sie in Leverkusen die Deutsche Gesellschaft für Gesundheitsvorsorge e. V. (DGGV) mit der Aufgabe, den Gesunden gesund zu erhalten, den nicht mehr gesunden, aber noch nicht kranken Menschen zur Gesundheit zurückzuführen.

Sie entwickelte ein Konzept für Gesundheitsvorsorgezentren, das mit dem 1978 von ihr errichteten und geleiteten Hufelandhaus in Leverkusen-Schlebusch erstmals umgesetzt wurde. Bundesweit wurde sie durch zahlreiche Publikationen und durch ihre morgendliche Radiosendung „Guten Morgen – positiv sollen Sie den Tag beginnen“ in SWF 3 bekannt. Ihr Buch „Gesund durch Autogenes Training“ führte monatelang die Spiegelbestsellerliste an.

1986 erhielt sie „für ihr überdurchschnittliches Engagement für die Gesundheit der Menschen“ das Verdienstkreuz am Bande.

Anfang der 90er Jahre nahm Frau Dr. Eberlein Kontakt mit der Stadt Leverkusen auf, um ihre Arbeit und die Aktivitäten im Hufelandhaus mit entsprechender Unterstützung weiterführen zu können.

Die Stadt Leverkusen unterstützte die Aktivitäten im Gesundheitszentrum finanziell und durch Verlagerung der Gesundheitsvorsorgemaßnahmen in diese Einrichtung.

Mit dem Tod von Frau Dr. Eberlein wurde das Gesundheitsvorsorgezentrum „Hufelandhaus“ einer privaten Nutzung zugeführt.

Frau Dr. Eberlein hat in den 60er bis 90er Jahren positiv für die Außendarstellung der Stadt Leverkusen gewirkt. Ihre ideellen Initiativen sind in vielen anderen Projekten und Maßnahmen aufgegangen.